Meine Nacht war leider nicht sehr erholsam, da ich leider ständig wach war. Meine Mitbewohnerinnen waren wieder sehr aktiv.
Kurz vor acht stand ich schließlich auf, machte mich frisch und packte meine Sachen in den Rucksack.
Um neun Uhr gingen Anaya und ich in ein italienisches Restaurant frühstücken. Für mich gab’s ein Croissant mit Nutella – und zwar mit SEHR viel Nutella. Bei den Amis ist wirklich alles zehnmal süßer als bei uns.
Danach fuhren wir mit dem Bus zum Flughafen in Miami: Für Anaya ging’s zurück nach Dallas und ich konnte dort mein Mietauto abholen.
Die Autovermietung zu finden war gar nicht so einfach, aber zum Glück war ich schon über eine Stunde früher am Flughafen. Leider war die Frau am Schalter nicht besonders freundlich. Sie überprüfte meine Daten und meinen Führerschein und dann sollte ich mit meiner Kreditkarte bezahlen… Kreditkarte Nr. 1 zeigte an, der Code sei falsch (was nicht sein konnte!) und Kreditkarte Nr. 2 wurde auch nicht akzeptiert. Die Frau wurde sofort unfreundlich und sagte mir sehr direkt, dass ich dann jetzt wohl Pech hätte und kein Auto mieten könnte.
Ich bat sie um einen Moment, ging aus der Schlange und setzte mich auf eine Bank. Panik machte sich breit. Ich überprüfte nochmal die PINs, schrieb verzweifelt meiner Mama eine Nachricht und stellte mich erneut an… Karte Nr. 1 – wieder Fehlanzeige. Aber – halleluja! – Kreditkarte Nr. 2 funktionierte diesmal. Ich war soooo erleichtert.
Ich bekam eine Karte mit der Parkplatznummer und machte mich auf die Suche nach meinem Mietwagen. Erwartet hatte ich einen Chevrolet Spark (einen kleinen Flitzer), auf dem Parkplatz stand ein Nissan Sentra (ein nicht ganz so kleiner Flitzer).
Nach dem ganzen Kreditkarten-Drama war ich sowieso schon völlig durch. Ich setzte mich ins Auto, atmete tief durch und musste erstmal kurz klarkommen. Ein Anruf in die Heimat beruhigte mich und gab mir neue Motivation. (Danke!!! <3)

Bevor ich die Tiefgarage verlassen konnte, wurde das Auto von einem Mitarbeiter kontrolliert. Ich zeigte ihm, dass außen ein Gummiteil nicht richtig saß. Er fragte mich, ob ich ein anderes Auto möchte. Ich bat ihn um seine Einschätzung, da ich keine Ahnung von Autos habe. Er meinte, ich solle besser das Auto tauschen, da es in den nächsten Tagen regnen soll und das Auto eventuell nicht dicht sei. Also bekam ich ein neues Auto… einen noch größeren, supermodernen Kia.

Nach zwei Stunden Mietwagen Drama konnte ich endlich aus der Tiefgarage fahren – was für eine Erleichterung! Mein erster Stopp war die Dolphin Mall, ein riesiges Einkaufszentrum.

Ich schlenderte durch die Mall und ging in viele Läden: vom Hello-Kitty-Store bis zu einem gigantischen Angelladen (Bass Pro Shop) mit Booten im Laden war alles dabei. Zum Abschluss aß ein Stück Pizza und dann machte mich dann auf den Weg nach Naples.

Die zweistündige Autofahrt war dann zum Glück ruhig. Auf dem Weg sah ich ein völlig ausgetrocknetes, totes Krokodil am Straßenrand.
In Naples angekommen, checkte ich in mein Hotel ein, freute mich über mein tolles Zimmer und das riesige Bett, nahm eine lange heiße Dusche und ließ den Abend gemütlich im Bett ausklingen. Dazu gab’s ein paar Snacks und ich plante meine weitere Route.

Die Vorfreude auf eine ruhige, erholsame Nacht in einem großen Bett war riesig.
Mein Hotel: Bayfront Inn 5th Avenue, 1221 Fith Avenue, FL 34102 Napels, USA
04.06.2025


Antworte auf den Kommentar von Anni Antwort abbrechen