Schlafen im Vogelkäfig

Schlafen im Vogelkäfig

Gegen 9 Uhr bin ich aufgewacht und habe erst einmal in Ruhe gefrühstückt und mit den anderen im Hostel gequatscht. Heute stand unsere Weiterreise nach Ometepe an – die weltweit größte vulkanische Insel in einem Süßwassersee. Wir waren insgesamt eine Gruppe aus fünf Deutschen und einem Schweizer.

Ich habe all meine Sachen zusammengepackt, mich von ein paar Leuten im Hostel verabschiedet und dann noch kurz ein paar Snacks fürs Mittagessen unterwegs eingekauft. Gegen 11 Uhr machten wir uns auf zur Bushaltestelle. Der Busfahrer teilte uns dann direkt mit, dass der Bus erst in etwa 45 Minuten losfahren würde. Also setzten wir uns in das Café gegenüber, tranken einen Eiskaffee und warteten dort.

Wir mussten auf dem Weg nach Rivas zum Haden ein Mal umsteigen. Dort holten sich einige aus der Gruppe noch etwas zu essen und wir aßen alle gemeinsam zu Mittag. Als wir dann zum Hafen gingen, erfuhren wir, dass unsere Fähre bereits früher abgelegt hatte… wir mussten also 1 1/2 Stunden auf die nächste warten. Immerhin waren wir als Gruppe unterwegs und nutzten die Zeit, um Pläne für die kommenden Tage zu schmieden.

Am Hafen trafen wir auch noch auf einen Backpacker aus Belgien, der sich unserer Gruppe für die Fahrt anschloss. Lynn und ich informierten uns währenddessen über die Vulkantouren auf Ometepe und entschieden ziemlich schnell, dass wir auf eine Wanderung auf den Vulkan verzichten würden. Es hatte in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Unfälle gegeben… zuletzt sogar einen Todesfall im Jahr 2022. Das Vulkan-Gestein ist sehr rutschig und der Aufstieg mit 8–10 Stunden zudem extrem anstrengend. Da ich mich sowieso etwas angeschlagen fühlte (ich hatte das Gefühl, eine Erkältung zu bekommen), war die Entscheidung für mich nicht schwer.

Die Überfahrt mit der Fähre dauerte etwa eine Stunde. Gegen Ende wurde mir etwas übel und ich war wirklich froh, als wir endlich die Insel erreicht hatten. Am Hafen trafen wir dann noch drei Amerikaner wieder, die wir bereits aus unserem vorherigen Hostel kannten. Nun waren wir eine Gruppe von zehn Leuten – perfekt, um uns gemeinsam ein großes Shuttle zu teilen. Für 5 Dollar pro Person brachte uns das Shuttle direkt zu unserem neuen Hostel auf Ometepe.

Die Fahrt auf der Insel dauerte wieder etwa eine Stunde und bis dann alle im Hostel eingecheckt hatten, verging erneut einige Zeit. Die Hostelbetten sahen aus wie kleine Vogelkäfige 😀 nicht besonders einladend, aber immerhin boten sie Schutz vor Mücken.

Zum Abendessen trafen wir uns alle wieder im Hostel und es gab Burger mit Pommes.

Lynn und ich reservierten uns noch einen Roller für den nächsten Tag. Und nach einer kalten, aber erfrischenden Dusche kroch ich dann in meinen „Vogelkäfig“ und schlief ziemlich schnell ein.

Unser Hostel: Raindance Hostel, Santa Cruz, Isla Ometepe Island, Nicaragua

30.07.2025

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