Tour zum Bromo-Vulkan bei Nacht

Tour zum Bromo-Vulkan bei Nacht

Mein Wecker klingelte um kurz vor 12 Uhr (Abends!)… Es war eine super kurze Nacht, aber ich hatte schon alles so vorbereitet, dass ich mich nur noch schnell umziehen, Zähne putzen und dann bereit war. Um Punkt zwölf stand ich mit all meinen Sachen und der Fahrer kam kurz danach auch schon an. Kinga, die Polin mit der ich aktuell zusammen reiste, hat allerdings noch ewig gebraucht, bis sie bereit war. Das tat mir etwas leid für den Fahrer, weil wir ja noch andere Leute einsammeln mussten…

Wir holten dann noch zwei weitere Mädels ab: eine andere Deutsche, die lustigerweise auch Annika hieß, und eine Chinesin… deren Namen ich direkt wieder vergessen hatte. Danach ging es im Jeep drei Stunden Richtung Bromo. Schlafen konnte man im Auto praktisch nicht, weil die Straße so uneben war und wir die ganze Zeit durchgeschüttelt wurden.

Gegen 3 Uhr kamen wir an und der Fahrer meinte, wir sollten uns in das Cafe hier setzen – ein etwas schön formulierter Ausdruck, denn es war eigentlich nur ein Raum mit ein paar Stühlen, in dem man sich einen Kaffee kaufen konnte. Dort drinnen war es etwas wärmer, als Draußen und warteten darin, bis wir loslaufen konnten. Gegen 3:30 Uhr beschlossen wir vier Mädels, dass wir jetzt mal loszulaufen. Wir hatten eigentlich gedacht, dass uns jemand begleitet, aber nein – die Info war einfach nur: „Ihr könnt dann jetzt loslaufen und seid um 5.45 Uhr zurück, viel Spaß.“

Also gingen wir alleine los und hatten auch schon einen tollen Ausblick.

Der Weg war direkt steil und führte immer weiter nach oben, aber nach etwa einer halben Stunde Treppensteigen und ein paar Pausen hatten wir schon den Aussichtspunkt erreicht. Wir hatten uns alle unglaublich warm eingepackt, dachten es würde super kalt werden – am Ende waren es aber vielleicht 10–15 Grad und gar nicht so schlimm.

Dann warteten wir auf den Sonnenaufgang, der schneller kam als gedacht.

Der Himmel wurde erst rot und dann tauchte der Vulkan langsam aus der Dunkelheit auf.

Auch die Stadt unten wurde mit Sonnenlicht geflutet – richtig krass schön.

Es waren viele Leute dort, aber weniger als erwartet. Ich hatte gehört, dass es dort extrem voll sein soll, war heute zum Glück nicht so 🙂

Ich habe oben ganz viele Fotos gemacht, bevor wir uns um 5:40 Uhr wieder auf den Rückweg machten. Unten stiegen wir wieder in unseren Jeep und fuhren etwa 15 Minuten weiter. Der Fahrer erklärte uns kurz die Richtung, in die wir laufen mussten, damit wir zur Treppe gelangen, von der aus man in den Krater schauen kann.

Wir liefen erst durch dichten Nebel – man konnte kaum erkennen, wohin der Weg führte. Die Fläche war riesig und sah durch den Nebel fast mystisch aus.

Überall standen Pferde, teilweise sogar so eingefärbt, dass sie wie Einhörner aussahen – mit regenbogenfarbener Mähne und Schweif. Viele Touristen ließen sich den Berg hochreiten, aber uns taten die Pferde einfach nur leid.

Der Weg wurde immer steiler und irgendwann kamen wir zur langen Treppe.

Ich weiß nicht, wie viele Stufen das waren, aber es war ziemlich hoch und richtig anstrengend. Mit ein paar Pausen ging es aber gut und oben wurden wir mit einer unglaublichen Aussicht belohnt.

Wir konnten in den Krater schauen, aus dem es dauerhaft dampfte – der Vulkan ist also definitiv aktiv. Lava sieht man dort nicht, aber überall diese schwefelgelben Stellen. Richtig beeindruckend.

Als wir wieder runtergingen, hatte sich der Nebel verzogen und die Landschaft sah plötzlich aus wie aus einem Film – total surreal.

Wir liefen zurück zum Jeep und wurden noch etwa zehn Minuten zu einer Art Café gefahren. Inzwischen war es um die 8 Uhr morgens. Uns wurde gesagt, dass wir dort knapp zwei Stunden warten müssen, bis wir abgeholt werden.

Wir haben dort gefrühstückt und Kaffee getrunken, bis wir schließlich abgeholt wurden. Dann ging es in einem Minibus weiter – etwa sechs Stunden Fahrt mit einer Mittagspause – zu unserer nächsten Unterkunft, nahe am Ijen-Vulkan.

Ich war völlig fertig nach diesem Tag und habe versucht, unterwegs zu schlafen, aber richtig erholsam war es nicht. Gegen 18 oder 19 Uhr kamen wir am Hostel an. Zum Glück hatten wir uns entschieden, für die kommende Nacht eine Pause einzulegen und nicht direkt weiter zum Ijen aufzubrechen. Die eigentlich geplante Tour wäre nämlich in der nächsten Nacht direkt weitergegangen, aber das wäre unmöglich gewesen – ich war absolut k.o.

Wir waren nur noch kurz etwas essen, und gegen 21 Uhr lag ich schon im Bett und bin sofort eingeschlafen.

Mein Hostel: PaddyView by ZZZ, Jl. Wijaya Kusuma No.9, Krajan Satu, Penataban, Kec. Giri, Kabupaten Banyuwangi, Jawa Timur 68424, Indonesien

22.10.2025

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